Der Zugstau löst sich auf: Kiebitz & Co. auf dem Heimzug

Nach dem Ende der Bise und den Minustemperaturen von letzter Woche scheint sich jetzt die Wende anzubahnen. Überall schmilzt der Schnee auf den Feldern und Wiesen weg und der aufgeweichte Boden – bei zunehmend milder Witterung – ermöglicht für die hungrigen Vögel die erfolgreiche Nahrungssuche. Es ist davon auszugehen, dass Tausende von Vögeln (v. a. die in Mitleidenschaft gezogene Singdrossel und der Kiebitz) die Kältewochen nicht überlebt haben.

Umso erfreulicher die jetzige Wetterentwicklung, die auch für die kommenden Tage eine Annäherung zum Frühling verspricht. Heute Montag, 15.03.2010 zogen nachmittags 1284 Kiebitze, 959 Ringeltauben, 537 (!) Hohltauben, 4 Schwarzmilane und mind. 25 Mäusebussarde über Schaffhausen Richtung NE (Beobachter M. Roost und S. Trösch). Dies bringt zum Ausdruck, dass sich der Zugstau der letzten Tage und Wochen aufzulösen scheint und die Vögel der inneren Uhr folgend die Heimreise in ihre Brutgebiete antreten. In den nächsten Tagen dürfte der Vogelzug stark zunehmen.

Die Ornithologische Arbeitsgruppe Schaffhausen (OAS) hat in den vergangenen Jahren mit einem gemeinschaftlich angelegten Projekt bestätigt, dass die Stadt Schaffhausen entlang einer markanten Vogelzugachse liegt. Günstige Orte zum Beobachten des Vogelzuges sind z. B. der „Galgenbuck“ in Neuhausen am Rheinfall, das „Säckelamtshüsli“ oder der „Gretzenäcker“ in Schaffhausen. Die Ergebnisse dieses Projektes können beim nachstehenden Link heruntergeladen werden.

↓↓ Ergebnisse Vogelzug-Pilotprojekt Herbst 2005 (pdf-Datei, 1.12 MB)

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