8. Austrian BirdRace — 1. Rang eines Rheindelta-Teams, Vorarlberg in der Länderwertung auf Rang 1

Die achte Ausführung des „Austrian BirdRace“ – eine gemeinsame Veranstaltung von bird.at und BirdLife Österreich – war in jeder Beziehung ein Grosserfolg. 101 Teams beobachteten am Wochenende vom 21./22.05.11 ab 15:00 Uhr innerhalb 24 Stunden in ganz Österreich 222 Vogelarten. Dank dem hervorragenden Abschneiden von 11 Teams in Vorarlberg erreichte dieses Bundesland in der Länderwertung in einer hauchdünnen Entscheidung Rang 1  [update 07.06.11, 00:02 Uhr].

Gleich drei Teams aus Vorarlberg sind im Gesamtranking unter den ersten Fünf platziert: den 1. Platz mit 137 (!) im Vorarlberger Rheindelta und Umgebung beobachteten Vogelarten holten sich „Die überfallenen Crex“ mit Stefan Werner und Katharina Varga. Auf dem 3. Rang landeten die „Seniorenschrecks“, einem U18-Team mit Matthias Breier und Nikolai Orgland, die es auf ausgezeichnete 120 Vogelarten im Vorarlberger Rheindelta brachten, dicht gefolgt von den „Rheindelta Boosters“ auf dem 5. Rang mit Stephan Trösch, Brigitte Girsberger und Alexander Breier, mit 104 beobachteten Arten. Die Berechnung erfolgte anhand der am BirdRace beobachteten Artenzahl im prozentualen Verhältnis zu den im jeweiligen Bundesland im Monat Mai zu erwarteten Arten. Die Siegerehrung findet am 04.06.2011 in Hittisau (Vorarlberg) im Rahmen der Jahresversammlung von BirdLife Österreich statt. Weitere Ergebnisse vom und Informationen zum BirdRace finden Sie auf der Website von bird.at.

Zu den Highlights dieses Wochenendes zählten im Rheindelta artenmässig u. a. Odinshühnchen, Küstenseeschwalbe, Orpheusspötter, Rallenreiher und Kurzzehenlerche sowie die schönen Teamerlebnisse in einer vielfältigen Landschaft. Die gemeinsame Nachtfahrt der drei Rheindelta-Teams mit dem Fahrrad durch die Riedlandschaft und die rufenden Wachtelkönige zählten zu den besonderen Erlebnissen dieses Bird Race. Jedes der Rheindelta-Teams radelte in den 24 Stunden über 71km.

Das Team „Rheindelta Boosters“ mit v.l. Alexander Breier, Brigitte Girsberger und Stephan Trösch“ beobachteten 104 Vogelarten und kamen auf den 4. Gesamtrang.
Bird Race Teams: links der U18- „Seniorenschreck“ mit Nikolai O. und Matthias Breier, die den „Rheindelta Boosters“ mit Alexander Breier, Brigitte Girsberger und Stephan Trösch (am Knipsen) am Schluss gehörig einheizten.
Ein Höhepunkt war die Entdeckung eines Odinshühnchens (W im PK) durch S. Werner westlich der Lagune am 22.05.11. Der seltene Gast sollte nur an diesem Tag zu sehen sein.
Am BirdRace-Wochenende hielten sich 2 Kurzzehenlerchen an der Rheinmündung auf.
Löffler
Fussacher Bucht
Fussacher Ried
Wetterwinkel
Fussacher Bucht
Rheinmündung

Alle Fotos von Stephan Trösch.

Wanderwoche im Mittelwallis — In Tuchfühlung mit Blaumerle, Steinrötel und Bartgeier

Vom 30.04. bis 06.05.2011 erlebten wir eine wunderbare  ornithologische Wanderwoche im Mittelwallis. Unsere Basis war das Schlosshotel Leuk, das in jeder Hinsicht überzeugte, die gewünschte Ruhe vermittelte, in wunderschöner Umgebung liegt mit Aussicht auf das Rhonetal, einen vorzüglichen Service bot und dies alles zu sehr fairen Preisen. Gartenrotschwanz, Wiedehopf und Kuckuck waren die Gesangsbegleiter um das Schlosshotel, von dem aus wir die täglichen Exkursionen unternahmen. Oberhalb Leuk liegt von weitem sichtbar der einstige Bannwald, von dem 2003 rund 350 Hektaren einer Brandstiftung zum Opfer fielen. Was sich seither an Fauna und Flora wieder entwickelt hat ist beeindruckend und Zeugnis für die kraftvolle Regeneration einer Brandfläche zugleich. Einer der auffälligsten Vögel ist der Gartenrotschwanz – kaum zu glauben, angesichts der sich ausdünnenden Bestände andernorts. Weitere typische Vertreter waren z. B. Zippammer und Berglaubsänger. Als einer der Höhepunkte gelang an zwei Tagen die Beobachtung eines Steinrötel-Paares sowie im Gebiet des Gemmi und Daubenhorns von Steinadler und Bartgeier. Letzterer bot für Minuten ein wahres Schauspiel, war Seite Seite mit einem Steinadler fliegend zu sehen, einmal sogar nur 50m über unsere Köpfe hinweg!

Schmetterlingshaft
Segelfalter

Die vielfältige Flora an den Trockenstandorten wahr ein Genuss wie auch die verschiedensten Tagfalter unsere Herzen erfreuten. Zum ersten Mal sahen wir einen Segelfalter, wie er im Wallis recht häufig vorkommt und auch der zarte Schmetterlingshaft (ein Netzflügler) war bei den sommerlichen Temperaturen allgegenwärtig in den Blumenwiesen der Berghänge.