12 Kraniche im Radolfzeller Aachried

Seit Montag, 8. März 2010, halten sich im Radolfzeller Aachried zwischen Bohlingen und Moos 12 Kraniche (Grus grus) auf. Es sind 11 Altvögel sowie ein Jungvogel aus dem vergangenen Jahr. Tagsüber halten sich die Gäste auf einem alten Maisacker zum Fressen auf, zwischendurch wird die Radolfzeller Aachmündung zur Gefiederpflege aufgesucht. Mehrfach wurden Vögel bei der Balz beobachtet. Der Kranich ist im Bodenseegebiet ein alljährlicher Durchzügler im März/April und im Oktober/November. Überwinterungen sind sehr selten wie auch rastende Vögel nur ausnahmsweise gesehen werden. Meist werden diese eleganten Vögel hoch fliegend gesehen, wenn sie durch ihre markanten Rufe auf sich aufmerksam machen.

Zu diesem Artikel passende Berichte im Südkurier:
↑↑ Ausgabe vom 11.3.2010
↑↑ Ausgabe vom 13.3.2010

Interessanter Link zum Thema Kraniche
↑↑ Kranichschutz Deutschland

Kraniche, 08.03.2010, Radolfzeller Aachried (Foto M. Roost)
Kraniche, 08.03.2010, Radolfzeller Aachried (Foto M. Roost)

Schneeflucht am Bodensee mit vielen Drosseln

Goldregenpfeifer, 07.03.2010, D-Bohlingen (Foto S. Trösch)

Am 06.03.10 schneite es am Vormittag in weiten Teilen des Bodenseegebietes und der Schweiz während Stunden. So schnell dieser Wintereinbruch eintrat, so rasch wechselte er am späten Vormittag wieder in recht sonniges, aber immer noch abwechslungsreiches Wetter. Nur Minuten nach Ende des Schneefalles setzte vielerorts eine Massenbewegung von Drosseln ein, die in westliche Richtung zogen (Umkehrzug), allen voran Singdrosseln, aber auch Wacholder-, Mistel- und Rotdrosseln, so gesehen in der Region Schaffhausen und in den Feldfluren südlich Singen.

Goldregenpfeifer, 07.03.2010, D-Bohlingen (Foto S. Trösch)

Inmitten dieser spektakulären Winterfluchtbewegung hielten sich am 06.03.2010 zwischen Bohlingen und Moos (westlicher Bodensee) bis 48 Goldregenpfeifer auf den Wiesen auf, ferner auch bis zu 300 rastende Kiebitze, am 07.03.2010 sogar 53 Goldregenpfeifer und mehr als 450 nach West ziehende Kiebitze. Goldregenpfeifer sind auf ihrem Zug (Oktober/November, Februar/März) meist nur in einzelnen oder in kleinen Gruppen anzutreffen, zudem gerne mit Kiebitzen vergesellschaftet. Truppgrössen wie im vorliegenden Falle sind selten und stehen mit den besonderen Wetterverhältnissen (Zugstau) im Zusammenhang.